Geocaching – Aller Anfang ist (nicht wirklich) schwer!

Nachdem ich Euch mit meinem Artikel „Wie wäre es mal mit… Geocaching?“ hoffentlich ein wenig neugierig gemacht habe, möchte ich Euch nun wie versprochen verraten, was Ihr zur digitalen Schatzsuche benötigt. Um Geocaching einmal auszuprobieren braucht Ihr wirklich keine teure Ausrüstung, höchstwahrscheinlich könnt Ihr sogar direkt loslegen.

Woher weiß ich, wo die Schätze liegen?

Geocaches werden auf verschiedenen Internet-Plattformen veröffentlich. Die wohl in Deutschland bekanntesten Seiten sind www.opencaching.de und www.geocaching.com. Viele Caches sind auf beiden Plattformen zu finden, www.geocaching.com bietet aber derzeit die größte Auswahl an Verstecken in aller Welt. Meine Erklärungen werden sich deshalb auch in der Folge auf www.geocaching.com beziehen. Es erwartet Euch zunächst eine Seite in englischer Sprache, rechts oben könnt Ihr sie aber auf Deutsch umstellen. Als erstes müsst Ihr Euch nun ein Benutzerkonto erstellen. Keine Angst, die Basismitgliedschaft ist kostenlos und reicht zunächst vollkommen aus.

Nun könnt Ihr schon mal schauen ob in Eurer Nähe Verstecke zu finden sind. Einfach in der Titelleiste Spieleneinen Geocache suchen und verstecken auswählen. In der sich nun öffnenden Maske gebt Ihr in das Feld Adresse Euren Standort ein, drückt auf go und es wird sich mit Sicherheit eine Liste mit Geocaches öffnen. Und bestimmt fallen Euch hier schon die unterschiedlichen Bildchen vor den Geocachenamen auf. Was hinter diesen verschiedenfarbigen Icons steckt erfahrt Ihr auf der Seite unter Cache-Arten.

Die ursprüngliche Cache-Art ist wie der Name schon sagt also der „Traditional Cache“, kurz Tradi, und dieser ist in der Regel auch gleichzeitig am leichtesten zu finden. Denn er liegt genau bei den Koordinaten die in der Cachebeschreibung, dem Listing, angegeben sind. Schauen wir uns mal den Kopf einer solchen Beschreibung an. Dort findet Ihr die folgendenden Informationen.

Geocaching, Kopf, Listing, Schatzsuche

Das „Listing“, wichtige Informationen auf einen Blick

Neben dem Namen und dem Owner (derjenige, der den Cache versteckt hat) findet man im Kopf des Listings also noch einige entscheidende Informationen:

  1. Cache-Art (hier ein Traditional Cache)
  2. Schwierigkeit und Geländewertung – Schwierigkeit beschreibt von 1 (leicht) bis 5 (schwer) wie gut der Cache versteckt ist, Gelände beschreibt von 1 (leicht) bis 5 (schwer) wie leicht oder wie schwer der Zugang zum Cache ist (Teilweise muss man mit Ausrüstung klettern)
  3. Die Größe des Geocaches. Mikro ist ein Behältnis in etwa Filmdosengröße (die Älteren unter uns kennen so ein Ding noch)
  4. Die Koordinate (Nord- und Ostwert)

Die Beschreibung enthält natürlich noch weitere Informationen über den Cache, z.B. Wissenswertes zur Cachelocation, Zeitaufwand, Tipps zum Finden und vieles mehr.

Was fange ich jetzt mit der Koordinate an?

Jetzt könnte man also losziehen, rein theoretisch sogar ohne technische Hilfsmittel. Ein Bekannter hat einige Geocaches gefunden indem er sich an der ausgedruckten Karte orientiert hat. Wesentlich erfolgsversprechender ist es allerdings der Ansatz das Versteck mit einem Outdoor-GPS-Gerät zu lokalisieren. Einstiegsmodelle, z. B. das Garmin etrex 10, gibt es bereits unter 100 Euro. Natürlich kann man das nach oben hin quasi beliebig steigern.

Geocaching – Welche Geräte sind wirklich nötig?

Aber braucht man denn unbedingt ein solches Gerät? Habt Ihr Euch schon einmal genauer mit den Features Eures Smartphones befasst? Die meisten neueren Modell verfügen nämlich über einen eingebauten GPS-Empfänger der für das Geocaching zu Beginn vollkommen ausreichend ist. Ihr benötigt nur noch die entsprechende App. Empfehlenswert für Android sind unter anderem die kostenlosen Apps c:geo und locus. Natürlich kann man auch die Original Geocaching App von Groundspeak Inc. (Betreiber der Seite geocaching.com) herunterladen, diese kostet allerdings 8,99 €. Für das IPhone gibt es natürlich entsprechende Angebote.

Wie es mit der Suche weitergeht und was man dann mit dem Fund macht erfahrt Ihr in meinem nächsten Artikel. Bis dahin könnt Ihr Euch auf der Geocaching-EinmalEins von geocaching.com nochmals umschauen oder in meinem Blog „Geocaching, Wandern und mehr…“ noch ein wenig Appetit holen!


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Wie wäre es mal mit… Geocaching?

Hervorgehoben

Geocaching - Training für Geist und Körper

Geocaching – Training für Geist und Körper

Rheinland-Pfalz hat viele Schätze. Und die befinden sich wahrscheinlich gar nicht so weit weg von Dir. Vielleicht im Park um die Ecke, vielleicht an Deiner Lieblingsaussicht oder vielleicht sogar direkt vor Deiner Haustür? Aber Vorsicht, Geocaching kann zur Sucht werden!

Geocaching erfreut sich immer größerer Beliebtheit.  Über 300.000 aktive Schätze gibt es zurzeit alleine in Deutschland  (Quelle project-gc.com). Da liegt es nahe, dass du den nächsten wahrscheinlich sogar zu Fuß erreichen kannst. Doch wie funktioniert das eigentlich, dieses Geocachen?  Im Wort versteckt sich der englische Ausdruck „cache“ (sprich käsch) = das Versteck, das geheime Lager.  Das Grundprinzip ist ganz einfach: Jemand versteckt ein Behältnis mit einem Logbuch an einem Platz seiner Wahl und veröffentlicht die Koordinaten des Verstecks auf www.geocaching.com oder einer vergleichbaren Geocaching-Seite.

Ausgerüstet mit einem Outdoor-GPS, bzw. heute auch immer öfter mit einem GPS-fähigen Smartphone, macht man sich nun mit der Koordinate auf die Suche.  Oftmals ist schon der Weg das Ziel. An der Koordinate wird es dann aber endgültig spannend. Über die verschiedenen Versteckmöglichkeiten werde ich Euch natürlich in einem der nächsten Artikel informieren.

Hat man den Cachebehälter dann ausfindig gemacht, trägt man sich ins Logbuch ein und dokumentiert seinen Fund anschließend im Internet.

Warum macht man das?

  1. Die Suche und das Verstecken machen höllischen Spaß, vielleicht kennt Ihr das Gefühl noch von der Schnitzeljagd zu Jugendzeiten.

  2. Da die Caches zumeist von Einheimischen versteckt werden, wird man oft an Stellen geführt die als Geheimtipp gelten und in offiziellen Reiseführern unter Umständen nicht auftauchen.

  3. Man ist an der frischen Luft, man bewegt sich und da man bei manchen Geocaches Rätsel lösen muss, strengt man auch das Köpfchen an.

  4. Weil man damit reich werden kann? Nein, halt… in den meisten Geocaches befinden sich zwar kleine Gegenstände, diese sollen aber gleichwertig getauscht werden, damit der nächste Finder auch noch seinen Spaß hat.

Neugierig geworden? Dann freut Euch auf meinen nächsten Artikel. Darin berichte ich über alles, was man braucht um auf die digitale Schatzsuche zu gehen. Bis dahin empfehle ich Euch natürlich auch mein Blog GEWUM! Geocaching, Wandern und mehr. Dort könnt Ihr nachlesen, was das Team JoergTh auf seinen Cachetouren so alles erlebt.


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